Erfolgreiche Jungautorinnen

Jährlich schreibt der Landtag von Baden-Württemberg einen Schülerwettbewerb aus, der von der Landeszentrale für politische Bildung organisiert wird. Dieses Schuljahr jährt er sich zum 60. Mal. Und auch wenn die Beiträge des Bergstraßen-Gymnasiums vielleicht nicht die Zahl 60 erreichen, so sind doch jedes Jahr Schülerinnen und Schüler fleißig am Schreiben und reichen ihre Beiträge ein.

Und dieses Jahr mit Erfolg: Wiebke Arndt und Debrah Noder erreichten mit ihren Werken den 3. Platz – von insgesamt 3256 teilnehmenden Jugendlichen mit 2337 Beiträgen ein beachtlicher Erfolg. Das ausgesuchte Thema lautete: „Welches aktuelle Problem brennt dir am meisten unter den Nägeln?“. 

Wiebke Arndt schrieb dazu ein Tagebuch, fast eine Art Blog, in dem sie ihre Gedanken rund um das zentrale Wort „Hass“ kreisen lässt. So werden konkrete Hasssituation beschrieben, der Begriff näher definiert und möglichen Ursachen bzw. Folgen nachgegangen.

Debrah Noder schreibt in ihrer Kurzgeschichte von Jalila, einem 16jährigen Mädchen aus Syrien, und ihren Erlebnissen von der Flucht bzw. von ihrem Bild auf Deutschland.

Beide Arbeiten zeigen neben einer tollen Ausdrucksstärke vor allem, wie empathisch und sensibel gesellschaftliche Probleme aufgenommen und unter die Lupe genommen werden. In diesem Sinne erweisen sich die zwei Autorinnen als mündige und kritisch mitdenkende Bürger, wie man sie gerade heute gut brauchen kann.    

Julia Schirdewahn ging mit ihrem Beitrag zwar leer aus, ihre Rede zur bedenklichen Entwicklung der Demokratie in den USA, die sie auch an der amerikanischen Verfassung festmacht, zeigte jedoch, wie intensiv sie sich mit der Politikkrise der Weltmacht auseinandersetze und sich um den Zustand der Welt sorgt.  

Muhterem Aras, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg und Schirmherrin des Wettbewerbs, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und der Kreativität der eingereichten Arbeiten und schließt in ihrem Vorwort: „Alle die Wettbewerbsbeiträge präsentieren eindrucksvoll, dass in Baden-Württemberg junge Menschen nicht die Augen verschließen, sondern sich mit großem Engagement für eine bessere Welt einsetzen, nachdenklich und konstruktiv nach Lösungen suchen.“ Und die Schulgemeinschaft des Bergstraßen-Gymnasiums kann sich da nur anschließen und ist sehr froh darüber, solche Schülerinnen und Schüler fördern zu dürfen.